Habt ihr sonst noch irgendwelche Wünsche an die Skateszene?
Dora:
Ja, schon. Abgesehen davon, dass es schon immer besser wird, ist die Szene immer noch ein geschlossener Raum. Ich wünsche mir, dass sie ein bisschen offener wird, vor allem in der Hinsicht, dass sie nicht nur hetero-normativ geprägt sein soll. Eine sehr gute Rückmeldung, die wir einmal bekommen haben, betrifft die gute Stimmung, die wir bei einer Skatesession erzeugt haben. Es gab nicht nur für die FLINTA*-Personen, die mit uns unterwegs waren, eine gute Stimmung, sondern auch für alle anderen am Skatepark. Es ist ein Gemeinschaftsgefühl entstanden. In diesem Sinne wünsche ich mir mehr Gemeinschaftsgefühl und gegenseitige Akzeptanz.
Anna:
Ich erleb es ganz oft, dass FLINTA*-Personen sich bei uns melden, um zu fragen, ob sie mit dabei sein dürfen. Ich wünsche mir, dass diese Hürde fällt. Es wäre cool, wenn alle einfach wüssten, dass sie dabei sein können, ohne vorher um Erlaubnis zu bitten.
Dora:
Manchmal hab ich das Gefühl, wir stehen noch am Anfang. Viele Dinge müssen erst zur Selbstverständlichkeit werden.
Locke:
Ich würde gerne diese Angst überspringen, wenn du denkst, nicht gut genug zu sein, um dabei zu sein. Ich würde das gerne noch intensiver kommunizieren, dass es echt nur darum geht, zusammen Spaß zu haben, als Gruppe einfach skaten zu gehen, zu plaudern und eine schöne Zeit zu haben und wenn du keinen Bock hast, zu skaten, kannst du auch nur zum Plaudern vorbeikommen. Ich wünsche mir auch, dass niemand mehr sagt: „Du skatest aber gut, dafür dass du ein Mädchen bist.“ Ich will, dass dieser Satz für immer und ewig aus unserem Gedächtnis gestrichen wird!